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Azubis und neue Monteure mit Rundgängen einweisen

Neue Kollegen lernen am meisten auf der Baustelle, aber nicht jede Einweisung braucht einen Ortstermin. Wie Betriebe 360°-Rundgänge nutzen, um Azubis und neue Monteure vorzubereiten.

Ein neuer Monteur fängt am Montag an. Der Meister hat keine Zeit, ihn eine Woche lang mitzunehmen, also fährt er mit einem erfahrenen Kollegen auf die Baustelle. Der erklärt nebenbei, zwischen zwei Anrufen und einer Materiallieferung. Am Freitag soll der Neue allein zum Kunden. Ob er die Unterverteilung im Keller findet und weiß, welche Dosen schon gesetzt sind, zeigt sich dann vor Ort.

Wo Einarbeitung im Handwerk hakt

Die Einarbeitung neuer Kollegen läuft im Handwerk meist über Mitlaufen. Das ist richtig, denn handwerkliches Können lernt man nicht am Bildschirm. Aber viel Wissen, das ein Neuer braucht, ist gar nicht handwerklich:

  • Wie ist die Baustelle aufgebaut, wo ist was?
  • Was wurde mit dem Kunden vereinbart?
  • Welche Besonderheiten gibt es, etwa ein empfindlicher Parkettboden oder ein Hund im Haus?
  • Wie dokumentiert der Betrieb, und was erwartet der Chef?

Dieses Wissen steckt in den Köpfen der erfahrenen Kollegen und wird mündlich weitergegeben, oft unvollständig.

Die Baustelle vorab kennenlernen

Ein 360°-Rundgang der Baustelle ersetzt keinen Ortstermin, aber er bereitet ihn vor. Der neue Monteur geht vor dem ersten Einsatz in Ruhe durch die Räume, sieht den Zählerplatz, die Verteilung, die geplanten Dosen und die Notizen der Kollegen. Am ersten Tag weiß er, wo er hin muss, und kann gezielter fragen.

Ein Ablauf für die erste Woche:

  1. Tag eins im Büro. Der Neue sieht sich zwei oder drei laufende Projekte im Rundgang an, zusammen mit dem Meister. Der erklärt an Beispielen, wie der Betrieb arbeitet.
  2. Vor jedem Einsatz. Der Rundgang der Baustelle, auf die er fährt. Was ist geplant, was ist schon gemacht, was ist offen?
  3. Auf der Baustelle. Mitlaufen mit einem erfahrenen Kollegen. Fragen werden an der Stelle als Notiz festgehalten und später beantwortet.
  4. Ende der Woche. Ein kurzer Rückblick: Was war unklar, was fehlte in der Dokumentation?

Gute Beispiele zeigen

Abgeschlossene Projekte sind ein guter Fundus für die Ausbildung. Ein sauber dokumentierter Rundgang zeigt, wie eine fertige Rohinstallation aussehen soll, wie ein Verteiler aufgebaut ist oder wie eine Vorwand vor dem Beplanken aussieht. Für Azubis ist das besonders hilfreich, weil sie Zustände sehen, die auf der eigenen Baustelle gerade nicht vorkommen.

Achten Sie dabei auf die Daten Ihrer Kunden. Für Schulungszwecke eignen sich am besten eigene Projekte, etwa die Werkstatt oder das Lager, oder Projekte, bei denen der Kunde einverstanden ist. Personen oder private Gegenstände im Bild lassen sich unkenntlich machen.

Fragen an der Stelle statt am Telefon

Ein Azubi traut sich nicht immer, den Meister anzurufen. Eine Notiz an der Stelle im Rundgang ist eine niedrigere Hürde: „Warum ist hier ein eigener Stromkreis vorgesehen?“ Der Meister antwortet, wenn er Zeit hat, und die Antwort bleibt für den nächsten Azubi erhalten. So entsteht nebenbei eine Sammlung von Erklärungen, die direkt an den Beispielen hängen.

Was der Neue selbst dokumentieren sollte

Einarbeitung heißt auch, die Dokumentation des Betriebs zu lernen. Neue Kollegen sollten von Anfang an selbst aufnehmen und Notizen setzen. Das schult den Blick dafür, was später wichtig ist:

  • Vor dem Verputzen jeden Raum aufnehmen
  • Abweichungen vom Plan als Notiz an der Stelle festhalten
  • Erledigte Aufgaben mit Foto abschließen
  • Fragen nicht im Kopf behalten, sondern notieren

Den Meister entlasten

Der größte Gewinn liegt beim Meister oder Bauleiter. Er muss nicht jede Baustelle mündlich erklären, sondern verweist auf den Rundgang. Seine Erklärungen bleiben an der Stelle erhalten und müssen nicht bei jedem neuen Kollegen wiederholt werden.

So hilft RaumFaktum 360

In RaumFaktum 360 sehen alle Mitarbeiter Ihres Betriebs die Projekte der Firma mit Grundriss, Begehungsständen, Notizen, Aufgaben und geplanten Bauteilen. Fragen und Antworten sitzen als Notiz oder Kommentar an der Stelle im Panorama, Videos lassen sich ebenfalls dort anheften. Bereiche mit Personen oder privaten Gegenständen machen Sie bei Bedarf dauerhaft unkenntlich. Rundgänge laufen auf Tablet, Handy und PC im Browser.

Den Rundgang selbst ausprobieren: Demo starten.

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