Bauherren 2 Min. LesezeitRaumFaktum Rheinland

Unterputz oder Aufputz: Warum der Keller anders verkabelt wird als das Wohnzimmer

Sichtbarer Kanal im Keller, unsichtbare Leitung im Wohnzimmer: Beides ist richtig, wenn man weiß, warum. Was Aufputz und Unterputz kosten, wie sie aussehen und wo sie hingehören.

Bei der Sanierung eines Hauses taucht die Frage in fast jedem Angebot auf: Aufputz oder Unterputz? Gemeint ist, ob Leitungen sichtbar in Kanälen oder Rohren an der Wand laufen oder unsichtbar in Schlitzen unter dem Putz. Die Antwort ist selten „überall gleich“.

Aufputz: sichtbar, schnell, änderbar

Im Keller, in Technik- und Hauswirtschaftsräumen, in Garagen und Werkstätten ist Aufputz die übliche Wahl. Kabelkanal oder Installationsrohr wird auf die Wand geschraubt, Dosen und Schalter sitzen als Aufputzgeräte davor. Vorteile: keine Schlitze, kein Staub, kein Verputzen, und spätere Änderungen sind einfach. Nachteil: Man sieht es. In Räumen, in denen man sich aufhält, stört das die meisten.

Unterputz: unsichtbar, aufwendiger

In Wohnräumen wird die Leitung in einem Schlitz verlegt, die Dose in die Wand gesetzt, der Schlitz verputzt und gestrichen. Das ist die Lösung, die man später nicht sieht, aber sie kostet mehr Arbeit: fräsen, ziehen, verputzen, und in der Regel folgen Malerarbeiten. Bei Massivwänden geht das gut, bei Trockenbauwänden werden Hohlwanddosen gesetzt, bei Fachwerk und denkmalgeschützten Wänden sollte man sehr zurückhaltend sein.

Die Mischung ist normal

Ein typisches Sanierungskonzept sieht so aus: Keller und Technikraum Aufputz mit Kanal, alle Wohn- und Schlafräume Unterputz, Bad Unterputz mit Feuchtraumgeräten dort, wo es die Zonen erlauben. Wer den Keller später ausbauen will, kann ihn trotzdem zunächst Aufputz lassen und beim Ausbau umrüsten.

Was es kostet

Aufputz spart die Schlitzarbeit, kostet aber Kanal, Formteile und Befestigung. Unterputz spart den Kanal, kostet Schlitz, Gips und Malerarbeiten. Pro Stelle liegen die Unterschiede im zweistelligen Eurobereich, über ein Haus summiert sich das. Lassen Sie sich im Angebot je Raum zeigen, welche Ausführung gemeint ist; ein guter Betrieb weist sie aus.

Worauf Sie achten sollten

  • Kanalfarbe und Kanalgröße im Keller: weiß wirkt sauber, größer lässt Reserve.
  • Höhe der Aufputzgeräte: Steckdosen im Keller etwas höher, Schalter neben der Tür.
  • Bei Unterputz: Wer verputzt und streicht die Schlitze, und ist das im Angebot?
  • Leitungsverläufe vor dem Verputzen fotografieren lassen, damit Sie später wissen, wo gebohrt werden darf.

So hilft RaumFaktum 360

Jedes Bauteil im 360°-Rundgang trägt seine Ausführung, Aufputz oder Unterputz, und die Kalkulation rechnet Kanal beziehungsweise Schlitz automatisch je Stelle mit. Sie sehen im Angebot raumweise, welche Ausführung geplant ist, und der Begehungsstand vor dem Verputzen hält fest, wo die Leitungen liegen.

Einen Rundgang ansehen: https://360.raumfaktum.de/demo.

RaumFaktum 360

Baubegehung, Planung und Bauherren-Abstimmung im 360°-Panorama

Für Handwerksbetriebe, Architekten und Bauherren. 80 € netto pro Monat je Betrieb, Bauherren und Partner kostenlos.