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Die 360°-Kamera richtig einsetzen: Höhe, Position und Licht auf der Baustelle

Ein gutes Panorama entsteht nicht durch die teuerste Kamera, sondern durch ein paar feste Regeln. Wie Monteure Höhe, Standort und Licht wählen, damit jede Aufnahme brauchbar ist.

Eine 360°-Kamera ist schnell bedient: Stange ausziehen, auslösen, fertig. Trotzdem sind nicht alle Aufnahmen gleich brauchbar. Mal ist der Boden riesig und die Steckdosen winzig, mal blendet das Fenster und die Wand daneben ist schwarz, mal steht der Kollege mitten im Bild. Die gute Nachricht: Fast alle Probleme lassen sich mit wenigen festen Regeln vermeiden. Sie gelten für die Insta360 genauso wie für andere gängige 360°-Kameras.

Die richtige Höhe

Die Höhe entscheidet, wie der Raum wirkt und was gut zu erkennen ist. Bewährt hat sich etwa Augenhöhe, also rund 1,40 bis 1,60 Meter. Aus dieser Höhe wirkt der Raum natürlich, Schalter und Steckdosen sind gut zu sehen, und Boden und Decke werden nicht übermäßig verzerrt.

Abweichungen sind sinnvoll, wenn es um bestimmte Bereiche geht:

| Situation | Höhe | | --- | --- | | Normaler Raum | Augenhöhe, etwa 1,50 m | | Fußbodenheizung, Leitungen im Boden | tiefer, etwa 1,00 m | | Leitungen unter der Decke, Kabeltrassen | höher, mit Stange bis 2,00 m | | Enge Räume, Schächte | so, dass alle Wände ähnlich weit entfernt sind |

Wichtiger als die exakte Zahl ist, dass Sie bei jedem Begehungsstand dieselbe Höhe verwenden. Nur dann lassen sich zwei Stände desselben Raums im Vergleich sinnvoll nebeneinanderlegen. Eine Markierung an der Stange hilft dabei.

Der richtige Standort

Die Grundregel lautet: so mittig wie möglich, mit Abstand zu allen Wänden. Eine Kamera direkt an der Wand verzerrt die nahe Wand stark und zeigt die gegenüberliegende zu klein. In den meisten Räumen reicht ein Standpunkt in der Mitte. Zwei Standpunkte sind sinnvoll bei:

  • langen Fluren und Räumen, die länger als etwa sechs Meter sind,
  • L-förmigen Räumen, in denen eine Ecke von der Mitte aus nicht einsehbar ist,
  • Räumen mit Einbauten, die einen Teil der Wand verdecken, etwa Gerüste oder Materialstapel.

Bei einem zweiten Standpunkt legen Sie im Projekt einen eigenen Raum an, etwa „Flur EG vorne“ und „Flur EG hinten“, und verbinden beide mit einem Hotspot.

Achten Sie außerdem darauf, dass die Kamera senkrecht steht. Ein Einbeinstativ mit kleinem Standfuß ist dafür praktischer als die Stange in der Hand. Viele Kameras gleichen eine Schräglage zwar rechnerisch aus, aber eine ruhig stehende Kamera ergibt schärfere Bilder.

Licht und Fenster

Baustellen sind oft entweder zu dunkel oder sehr ungleich hell. Ein Rohbau mit großen Fensteröffnungen hat gleißende Flächen neben dunklen Ecken. Dafür gibt es drei Gegenmittel:

  1. HDR-Modus nutzen. Die meisten 360°-Kameras können mehrere Belichtungen zu einem Bild verrechnen. Das gleicht helle Fenster und dunkle Ecken aus. Die Kamera muss dafür ruhig stehen.
  2. Licht einschalten oder mitbringen. Wo es Baustellenlicht gibt, wird es angemacht. In dunklen Kellern hilft eine Baustellenleuchte, die nicht direkt in die Kamera strahlt.
  3. Gegenlicht vermeiden. Wenn möglich, nicht zur Mittagszeit gegen das Südfenster aufnehmen. Bei hellem Sonnenlicht helfen ein paar Schritte vom Fenster weg.

Sich selbst aus dem Bild nehmen

Eine 360°-Kamera sieht auch den Fotografen. Lösen Sie deshalb per App oder Selbstauslöser aus und gehen Sie in den Nebenraum oder hinter eine Tür. Wer die Kamera nur auf Armlänge hält, ist auf jeder Aufnahme groß im Bild und verdeckt einen Teil des Raums. Personen, die sich nicht vermeiden lassen, können nach dem Upload unkenntlich gemacht werden.

Eine feste Routine je Raum

Am meisten Zeit spart eine Routine, die jeder im Team gleich ausführt:

  1. Raum kurz frei räumen, Türen öffnen, Licht an.
  2. Kamera auf die markierte Höhe, mittig im Raum aufstellen.
  3. Auslösen, aus dem Bild gehen, warten.
  4. Nächster Raum in fester Reihenfolge, etwa im Uhrzeigersinn ab Eingang.

Nach dem Upload legen Sie für jedes Panorama die Startansicht fest. Wie Sie die Räume im Projekt benennen und ordnen, beschreibt der Beitrag Projekt sauber anlegen.

So hilft RaumFaktum 360

RaumFaktum 360 übernimmt die Panoramen Ihrer Kamera per Upload oder direkt vom iPad, erstellt automatisch mehrere Auflösungen und fragt nach dem Upload nach der Startansicht. Personen und Kennzeichen lassen sich im Bild unkenntlich machen. Das Starterpaket enthält eine Insta360 X6.

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