Handwerkerangebot lesen: Was drinsteht, was fehlt und was Skonto bedeutet
Netto, brutto, pauschal, Einheitspreis, Skonto, Gültigkeit: Ein Angebot hat mehr Stellen, an denen man hinsehen sollte, als die Endsumme. Eine ruhige Anleitung.
Ein Angebot ist kein Preisschild, sondern eine Beschreibung dessen, was Sie bekommen. Die Endsumme ist die Zahl, die alle zuerst lesen, und die Zahl, die am wenigsten sagt. Nehmen Sie sich zwanzig Minuten und gehen Sie das Dokument von oben nach unten durch.
Positionen: Was genau wird gemacht?
Gute Angebote sind nach Räumen oder Bauabschnitten gegliedert und nennen je Position, was geliefert und montiert wird, mit Menge und Einheit. „Elektroinstallation Wohnzimmer pauschal“ ist zulässig, aber schwer vergleichbar. „3 Doppelsteckdosen, 1 Leuchtenauslass, 1 Schalter-Steckdosen-Kombination“ können Sie im Raum nachzählen. Wenn Sie den Raum als 360°-Rundgang haben, prüfen Sie, ob jede Position dort eine Stelle hat.
Einheitspreis oder Pauschale
Einheitspreise erlauben Anpassungen: Kommt eine Steckdose dazu, kostet sie den ausgewiesenen Preis. Pauschalen geben Sicherheit über den Gesamtpreis, solange sich der Umfang nicht ändert. Beides ist in Ordnung, wenn klar ist, was passiert, wenn sich etwas ändert.
Netto, Mehrwertsteuer, brutto
Angebote an Privatkunden müssen den Bruttopreis zeigen. Achten Sie darauf, ob Zwischensummen netto sind und die Mehrwertsteuer erst am Ende folgt. Vergleichen Sie Angebote immer brutto.
Skonto
Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung, zum Beispiel vier Prozent bei Zahlung innerhalb von sieben Tagen nach Rechnungsdatum. Er bezieht sich auf jede Rechnung, auch auf Abschlagsrechnungen. Wenn Sie das Geld verfügbar haben, ist Skonto oft der günstigste Kredit, den es gibt. Prüfen Sie nur, ob die Frist realistisch ist.
Gültigkeit und Ausführungsbeginn
Angebote sind zeitlich begrenzt, weil Materialpreise schwanken. Steht kein Ausführungsbeginn im Angebot, fragen Sie danach; er gehört spätestens in die Auftragsbestätigung.
Was nicht drinsteht
Der wichtigste Absatz ist oft der kleinste: „bauseitige Leistungen“. Dort steht, was Sie selbst organisieren müssen, etwa Malerarbeiten nach den Schlitzen oder die Leuchtenkörper. Lesen Sie ihn zweimal.
Fragen, die Sie vorher stellen
- Worauf bezieht sich das Angebot, auf welchen Plan oder welche Begehung?
- Was passiert bei Mehr- oder Minderleistungen?
- Sind Anfahrten enthalten?
- Wann wird abgerechnet, in welchen Abschlägen?
So hilft RaumFaktum 360
Wenn Ihr Betrieb mit RaumFaktum 360 arbeitet, entsteht das Angebot aus den Bauteilen, die im 360°-Rundgang an der Stelle sitzen. Sie können im Rundgang nachsehen, ob die dritte Steckdose wirklich neben dem Schreibtisch geplant ist, Fragen an der Stelle stellen und Entscheidungen freigeben. Angebot und Auftragsbestätigung liegen im Projekt für Sie ab, und beide beziehen sich auf einen benannten Begehungsstand.
Einen Beispiel-Rundgang ansehen: https://360.raumfaktum.de/demo.
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