Handwerk 3 Min. LesezeitRaumFaktum Rheinland

Aufmaß vor Ort: Wie die 360°-Kamera den Zettel ersetzt

Der Ortstermin ist vorbei, das Angebot soll raus, und plötzlich fehlt ein Maß. Wie ein 360°-Rundgang die Nacharbeit am Schreibtisch erspart.

Der Ortstermin läuft gut. Der Bauherr zeigt, was er sich vorstellt, Sie machen Notizen, messen ein paar Strecken, fotografieren die kritischen Ecken. Zwei Tage später sitzen Sie am Angebot und stellen fest: Die Wand im Flur, an der die Verteilung sitzen soll, haben Sie nicht gemessen. Wie hoch war der Sturz über der Küchentür? Und wo genau war der Kamin?

Ein zweiter Termin kostet eine Stunde Fahrt, den Bauherrn Zeit und Sie Glaubwürdigkeit. Schätzen ist die Alternative, mit dem Risiko, dass das Angebot später nicht hält.

Erst aufnehmen, dann reden

Der einfachste Schritt zu weniger Nacharbeit ist eine feste Reihenfolge beim Ortstermin: Bevor das Gespräch beginnt, wird jeder Raum einmal mit der 360°-Kamera aufgenommen. Das dauert je Raum unter einer Minute, auch in einem ganzen Einfamilienhaus bleibt es bei zehn Minuten. Danach existiert von jedem Raum ein vollständiges Bild, unabhängig davon, woran Sie im Gespräch gedacht haben.

Der Vorteil zeigt sich am Schreibtisch. Statt zu überlegen, ob die Steckdose links oder rechts vom Fenster sitzen sollte, drehen Sie sich im Panorama um und sehen die Wand. Der Bauherr hat auf dem Ortstermin auf eine Stelle gezeigt, Sie haben dort einen Pin gesetzt, der Pin ist noch da.

Maße, die man nachträglich braucht

Ein Panorama misst nicht von selbst. Bewährt hat sich, vor Ort die wenigen Referenzmaße zu nehmen, die man später wirklich braucht: Raumhöhe, eine Wandlänge, Fensterbreite. Diese Maße werden als Maßlinie direkt im Panorama eingetragen, mit dem Wert dran. Alles Weitere lässt sich daraus meist ableiten, und wenn nicht, sieht man im Bild zumindest sofort, was fehlt, bevor das Angebot rausgeht.

Vom Pin zur Position

Für Elektro- und SHK-Betriebe liegt der größere Gewinn einen Schritt weiter. Wer beim Ortstermin nicht nur Notizen, sondern Bauteile setzt, hat am Ende bereits die Grundlage der Kalkulation:

  • Drei Steckdosen neben dem Sideboard, als Kombination
  • Ein Spot je Quadratmeter Decke, als Lichtgruppe
  • Der Waschtisch mit Eckventilen und Ablauf

Hinter jedem Bauteil steht ein Materialset: Dosen, Rahmen, Leitungsweg, Arbeitszeit. Aus zwanzig gesetzten Bauteilen wird eine Materialliste mit Mengen, ohne dass jemand eine Tabelle von Hand füllt. Die Positionen lassen sich anschließend prüfen und anpassen, aber der Rohentwurf steht in Minuten.

Wenn der Bauherr mitentscheidet

Der Ortstermin endet selten mit allen Entscheidungen. Lichtplanung, Position der Netzwerkdosen, Höhe der Schalter: Vieles will der Bauherr noch besprechen. Ein Rundgang, den Sie per Link teilen, macht diese Abstimmung möglich, ohne dass jemand fährt. Der Bauherr schaut sich die Vorschläge an, stellt Fragen an der Stelle, gibt frei. Sie sehen die Antworten in Ihrer Inbox.

So hilft RaumFaktum 360

RaumFaktum 360 nimmt die Panoramen jeder 360°-Kamera an, ordnet sie den Räumen zu und lässt Sie Notizen, Maßlinien und Bauteile direkt im Bild setzen. Der Bauteil-Katalog bringt Standardsets für Elektro, Sanitär, Heizung und Ausbau mit; eigene Preise und Stundensätze ergänzen Sie einmal. Die Materialliste und die Kalkulation entstehen aus dem Rundgang. Preise sieht nur Ihr Betrieb.

Testen Sie den Ablauf mit einem Musterprojekt: Demo starten.

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