DATANORM-Preise im eigenen Katalog: Kalkulieren mit aktuellen Großhandelspreisen
Richtwerte sind ein Anfang, Einkaufspreise sind die Wahrheit. Wie die DATANORM-Datei des Großhändlers in den Bauteil-Katalog kommt und was sich damit ändert.
Jede Kalkulation ist nur so gut wie ihre Preise. Wer mit Richtwerten aus dem letzten Jahr rechnet, verschenkt Marge oder verliert den Auftrag. Die aktuellen Preise hat der Großhändler, und die meisten Großhändler geben sie als DATANORM-Datei heraus. Was fehlt, ist der Weg von dieser Datei in die eigene Kalkulation.
Was DATANORM ist
DATANORM ist das Standardformat für Artikelstammdaten und Preise im Bauhandwerk. Der Großhändler exportiert seinen Katalog oder einen Teil davon: Artikelnummer, Bezeichnung, Warengruppe, Listenpreis, Einheit, oft auch Rabattgruppen. Version 4 ist weit verbreitet, Version 5 ergänzt Struktur und Zeichensatz. Die Dateien sind groß, oft mehrere hundert Megabyte für einen kompletten Elektrokatalog, und ohne Werkzeug nicht lesbar.
Der Weg in die Kalkulation
Der Import läuft sinnvoll in drei Schritten:
- Hochladen und Warengruppen wählen. Nicht der ganze Katalog ist relevant. Ein Elektrobetrieb braucht Installationsmaterial, Schalterprogramme, Leitungen, Verteilerkomponenten, keine Weißware.
- Artikel den Positionen zuordnen. Das Materialset „Steckdose“ hat eine Position „Unterputzdose“. Diese Position bekommt einmal den Artikel des Großhändlers zugewiesen. Danach hängt die Position am Artikelpreis.
- Preisupdates einspielen. Der Großhändler liefert regelmäßig Preisänderungen, oft als eigene DATANORM-Preisdatei. Ein erneuter Import aktualisiert die Preise, die Zuordnung bleibt.
Netto oder Liste?
Großhändler liefern je nach Vereinbarung Listenpreise mit Rabattgruppen oder bereits kundenspezifische Nettopreise. Für die Kalkulation zählt der Nettoeinkaufspreis. Wer eine Nettopreisdatei bekommt, ist fertig. Wer Listenpreise bekommt, hinterlegt seine Rabattgruppen einmal, und die Kalkulation rechnet den Netto-EK daraus.
Aufschläge und Stundensätze
Der Einkaufspreis ist die halbe Kalkulation. Dazu kommen Materialaufschlag, Stundensatz je Gewerk und die Arbeitszeit je Position. Alle drei gehören einmal in den Firmenkatalog, nicht in jedes Angebot neu. Ändert sich der Stundensatz, ändern sich alle Kalkulationen ab jetzt; alte Angebote bleiben, wie sie waren.
Wer sieht die Preise?
Preise gehören in den Betrieb. Mitarbeiter dürfen Positionen sehen, um Material zu bestellen, Preise sehen nur Inhaber und Administratoren. Bauherren, Architekten und andere Externe sehen Bauteile und Mengen, mehr nicht. Eine Software, die das nicht trennt, ist für die Kalkulation ungeeignet.
So hilft RaumFaktum 360
RaumFaktum 360 importiert DATANORM 4 und 5 direkt im Firmenkatalog, inklusive Zip-Dateien und Warengruppenauswahl. Artikel werden Positionen der Materialsets zugeordnet, Preisupdates erkannt und übernommen. Stundensätze je Gewerk und Aufschläge liegen in den Kalkulationseinstellungen der Firma. Preise sehen nur Inhaber und Admins.
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