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Elektroplanung im Panorama: Stromkreise und Unterverteilungen aus dem Raum ableiten

Wer jede Steckdose kennt, kennt auch den Stromkreis. Wie sich aus gesetzten Bauteilen Stromkreisliste, FI-Gruppen und Verteilerbestückung ergeben.

Die Elektroplanung eines Einfamilienhauses beginnt in den meisten Betrieben mit einem Grundriss, einem Stift und Erfahrung. Steckdosen werden gezählt, Räume zu Stromkreisen gebündelt, Nassräume bekommen ihren FI, der Herd seinen Drehstrom. Das funktioniert, ist aber Kopfarbeit, die bei jeder Änderung von vorn beginnt: Der Bauherr will doch drei Dosen mehr in der Küche, die Wallbox kommt dazu, das Bad im Obergeschoss wird größer.

Vom Bauteil zum Stromkreis

Wenn jedes Bauteil im Rundgang gesetzt ist, mit Raum, Ausführung und Menge, sind alle Informationen für die Stromkreisplanung vorhanden. Eine sinnvolle Aufteilung folgt Regeln, die sich abbilden lassen:

  • Steckdosen je Raum, in Gruppen von acht bis zehn je Stromkreis
  • Beleuchtung je Lichtgruppe, gegebenenfalls je Etage zusammengefasst
  • Herd, Backofen, Wallbox, Durchlauferhitzer eigene Kreise, teils dreiphasig
  • Nassräume mit eigenem FI-Schutzschalter
  • Rollladenmotoren gesammelt, KNX-Bus separat

Aus einem Vorschlag nach diesen Regeln wird eine Stromkreisliste, die man prüft und anpasst, statt sie zu erfinden. Ändert sich die Planung im Raum, ändert sich die Liste mit.

Unterverteilungen und Zuleitungen

Größere Objekte haben mehr als einen Verteiler: Zählerschrank im Keller, Unterverteilung je Etage oder je Wohnung. Jedes Bauteil gehört zu genau einer Verteilung, und daraus folgen Leitungswege, Zuleitungsquerschnitte und die Bestückung jedes Verteilers. Wer beim Setzen der Bauteile die Verteilung mit angibt, hat den Verteilerplan nebenbei erstellt.

Die Bestückung des Verteilers

Aus den Stromkreisen ergeben sich Leitungsschutzschalter, aus den FI-Gruppen die Fehlerstromschutzschalter, aus den KNX-Punkten die Aktoren mit Kanalanzahl, aus DALI-Gruppen die Gateways. Zusammen mit Reihenklemmen, Hauptschalter und Reserve ergibt das die Anzahl der Teilungseinheiten und damit die Verteilergröße. Das ist keine Zauberei, sondern Buchhaltung, und Buchhaltung sollte ein Werkzeug machen.

Kanalbelegung und Klemmenplan

Bei KNX geht es einen Schritt weiter: Jeder Rollladen, jede Lichtgruppe, jeder Heizkreis braucht einen Aktorkanal. Wer die Kanäle je Verteilung belegt, bekommt eine Liste, welche Lichtgruppe an welchem Aktorkanal hängt, und daraus den Klemmenplan für den Schaltschrankbauer sowie die Gruppenadressen für die ETS. Das spart die Nacharbeit zwischen Planung und Programmierung.

Was die Planung im Raum voraussetzt

Damit das funktioniert, müssen Bauteile mehr wissen als ihren Ort: Ausführung (3×1,5 oder 5×2,5, konventionell oder Bus), Lichtgruppe, Verteilung, Stromkreis. Das klingt nach Aufwand, ist aber im Formular je Bauteil in Sekunden erledigt, und man erledigt es genau einmal, an der Stelle, an der man ohnehin steht.

So hilft RaumFaktum 360

RaumFaktum 360 hat die Elektroplanung eingebaut: Verteilungen und Stromkreise als Projektdaten, Zuordnung direkt im Bauteil-Formular, Vorschlag der Stromkreise nach den oben genannten Regeln, abgeleitete Verteilerbestückung mit Teilungseinheiten, Kanalbelegung mit Klemmenplan sowie KNX-Gruppenadressen als CSV für die ETS. Die Materialliste der Verteilung fließt in die Kalkulation. Alles sehen nur Firmenmitglieder.

Ansehen im Musterprojekt: Demo starten.

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