Sieben Entscheidungen beim Hausbau, die man nach dem Einzug bereut, und wie man sie vorher trifft
Fehlende Steckdosen, dunkle Ecken, Schalter hinter der Tür: Die meisten Ärgernisse nach dem Einzug waren vorher vermeidbar. Was man im Rohbau prüfen sollte.
Fragt man Bauherren ein Jahr nach dem Einzug, was sie anders machen würden, kommen selten die großen Dinge. Es sind die kleinen: eine Steckdose zu wenig, ein Schalter an der falschen Seite, eine Ecke ohne Licht. Fast alle davon wären im Rohbau erkennbar gewesen, wenn man den Raum gesehen hätte und nicht nur den Plan.
1. Zu wenige Steckdosen
Der Klassiker. Nachttische mit je einer Dose, obwohl Lampe, Handy und Wecker Strom brauchen. Keine Dose im Flur für den Staubsauger. Lösung: Möbel gedanklich stellen, dann Dosen zählen, dann eine mehr.
2. Schalter hinter der aufschlagenden Tür
Man betritt den Raum, greift nach dem Schalter, und die Tür ist im Weg. Im Grundriss sind Türanschlag und Schalter zwei Symbole; im Rundgang des Rohbaus sieht man sofort, auf welcher Seite die Hand hingreift.
3. Ein Deckenauslass in der Raummitte, sonst nichts
Ein Licht in der Mitte macht Räume flach und Ecken dunkel. Wer im Rohbau überlegt, wo Leselicht, Arbeitslicht und Stimmungslicht hinkommen, legt Auslässe und schaltbare Steckdosen dort hin. Nachträglich ist das Putzarbeit.
4. Netzwerkdose vergessen
Fernseher, Arbeitsplatz, Zugangspunkte für WLAN: Ein Kabel ist stabiler als jedes Funknetz. Die Dose kostet im Rohbau wenig, später eine Wand.
5. Kein Stauraum für Technik
Router, Netzwerkverteiler, Steuerungen für Heizung und Rollläden brauchen einen Platz mit Strom, idealerweise nicht im Wohnzimmerregal. Ein kleiner Technikschrank im Flur oder Hauswirtschaftsraum, früh eingeplant.
6. Außenanschlüsse vergessen
Steckdose und Wasserhahn an der Terrasse, Strom am Carport für ein späteres Ladegerät, Leerrohr zum Gartenhaus. Später heißt das Graben.
7. Entscheidungen aus dem Gedächtnis
Der häufigste Fehler ist keiner der Einzelpunkte, sondern die Art, wie entschieden wurde: mündlich, zwischen Tür und Angel, ohne Dokument. Was am Küchentisch besprochen wurde, war am Tag der Ausführung nicht mehr eindeutig.
Wie man es besser macht
Alle sieben Punkte haben eine gemeinsame Lösung: den Raum sehen, bevor die Wand zu ist, und Entscheidungen an der Stelle festhalten. Ein 360°-Rundgang des Rohbaus, den Sie zu Hause in Ruhe durchgehen, zeigt jede Wand. Die Vorschläge des Elektrikers sitzen dort als Markierungen, Sie stellen Fragen, verschieben, ergänzen, geben frei. Und alles davon ist mit Datum dokumentiert.
So hilft RaumFaktum 360
Wenn Ihr Betrieb oder Planer mit RaumFaktum 360 arbeitet, sehen Sie den Rundgang Ihres Hauses im Browser, mit allen geplanten Steckdosen, Schaltern, Auslässen und Anschlüssen an der Stelle. Sie fragen, kommentieren und geben frei, wann es Ihnen passt. Ihre Entscheidungen bleiben nachvollziehbar, auch Jahre später.
Zeigen Sie Ihrem Betrieb die Demo, wenn er noch nicht so arbeitet.
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