Sanierung im Altbau: Den Bestand festhalten, bevor er verschwindet
Im Altbau ist jede Wand eine Überraschung. Warum Sie den Zustand vor der Sanierung vollständig aufnehmen sollten und was Sie damit später anfangen.
Wer einen Altbau saniert, kauft Überraschungen mit: Leitungen, die nirgends verzeichnet sind, Wände, die nicht tragen, obwohl sie so aussehen, Feuchtigkeit hinter der Tapete, alte Schächte, die niemand mehr kennt. Vieles davon zeigt sich erst beim Rückbau, und vieles davon verschwindet kurz darauf wieder hinter neuen Wänden.
Warum der Bestand wichtig ist
Der Zustand vor der Sanierung ist die Grundlage für drei Dinge: für die Planung, weil Handwerker wissen müssen, womit sie es zu tun haben; für die Abrechnung, weil Zusatzarbeiten nur begründbar sind, wenn der Ausgangszustand bekannt ist; und für die Zukunft, weil das Haus nach der Sanierung viele Jahre steht und irgendwann wieder jemand wissen will, was hinter der Wand ist.
Was Sie aufnehmen sollten
Nehmen Sie vor dem ersten Handgriff jeden Raum vollständig auf. Nicht nur die Räume, die saniert werden, sondern alle, auch Keller, Dachboden, Nebenräume, Treppenhaus. Was Sie dabei besonders festhalten sollten:
- Vorhandene Schäden: Risse, Feuchtestellen, Schimmel, lose Putzstellen
- Vorhandene Installationen: Steckdosen, Schalter, Heizkörper, Wasseranschlüsse, Sicherungskasten
- Bauteile, die erhalten bleiben sollen: Türen, Dielen, Stuck, Fliesen
- Alles, was abgebrochen wird: Wände, Kamine, Einbauten
Ein 360°-Panorama je Raum leistet das in einer Minute, weil es den ganzen Raum zeigt und nicht nur das, woran Sie gerade denken.
Während des Rückbaus
Der Rückbau legt frei, was der Bestand versteckt hat. Alte Leitungsführungen, zugemauerte Öffnungen, den Zustand der Decken. Dieser Zwischenstand ist ebenso wertvoll wie der Ausgangszustand, denn er ist der letzte Moment, in dem die Konstruktion offen liegt. Nehmen Sie auch ihn auf, bevor die neuen Leitungen kommen.
Handwerker einbinden
Wenn Ihre Handwerker den Bestandsrundgang kennen, planen sie besser. Der Elektriker sieht, wo der alte Verteiler sitzt, der Installateur, wo die Steigleitungen laufen. Fragen stellen sie an der Stelle im Rundgang, statt Sie anzurufen. Und wenn ein Betrieb den Bestand selbst dokumentiert, lassen Sie sich den Zugang geben; es ist Ihr Haus.
Nach der Sanierung
Legen Sie die Stände nebeneinander: Bestand, Rückbau, Rohinstallation, fertig. Das ist die Geschichte Ihres Hauses, und sie ist mehr wert als jeder Ordner mit Fotos. Beim nächsten Umbau, beim Verkauf oder wenn eine Frage zur Ausführung auftaucht, haben Sie die Antwort.
So hilft RaumFaktum 360
RaumFaktum 360 führt jeden Zustand als eigenen Begehungsstand mit vollständigem Rundgang. Schäden und Besonderheiten sitzen als Notiz mit Foto an der Stelle, Handwerker und Planer arbeiten im selben Projekt, und Sie behalten den Zugang dauerhaft. Als Bauherr werden Sie kostenlos eingeladen.
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