Architektur & Planung 2 Min. LesezeitRaumFaktum Rheinland

Lichtgruppen und Schaltkonzept: im Rundgang abstimmen, nicht im Nachhinein

Welche Leuchten schalten zusammen, wo sitzt der Schalter, was wird gedimmt: Das Schaltkonzept entscheidet über den Alltag im Haus und wird zu oft dem Elektriker auf der Baustelle überlassen.

Das Schaltkonzept ist die Planungsleistung, die im Alltag am deutlichsten spürbar ist: Muss man durch das dunkle Wohnzimmer laufen, um das Licht am Esstisch einzuschalten? Lässt sich das Deckenlicht dimmen, während die Wandleuchten an bleiben? Trotzdem wird es häufig erst beim Elektriker auf der Baustelle entschieden, mit dem Bauherrn zwischen zwei Terminen.

Was ein Schaltkonzept festlegt

  • Lichtgruppen: welche Leuchten gemeinsam schalten,
  • Schaltstellen: wo Schalter oder Taster sitzen, bei Räumen mit zwei Zugängen als Wechselschaltung,
  • Dimmung und Szenen: welche Gruppen gedimmt werden, ob es eine Abendszene gibt,
  • Präsenz: Flur, Treppe, Abstellraum automatisch,
  • Reserve: Auslässe, die heute nicht bestückt, aber verkabelt werden.

Jede dieser Entscheidungen hat Folgen für Leitungen, Dosen und Verteilung. Wer sie nach der Rohinstallation ändert, zahlt doppelt.

Warum der Rundgang der bessere Ort ist

Auf dem Grundriss sind alle Auslässe gleich. Im Panorama steht man an der Tür und sieht, wohin die Hand greift, und man sieht den Esstisch, über dem die Pendelleuchte hängen soll. Gruppen lassen sich farbig markieren, Schaltstellen als Bauteile setzen und mit der Gruppe verknüpfen. Der Bauherr kann zu Hause in Ruhe durchgehen, kommentieren und freigeben.

Aus dem Konzept wird Elektroplanung

Ein Konzept ist erst dann belastbar, wenn es in Stromkreise, Schaltstellen und Materialmengen übersetzt ist. Jede Lichtgruppe braucht eine Zuleitung, jede Schaltstelle eine Dose, jede gedimmte Gruppe einen passenden Dimmer oder Aktor. Sinnvoll ist ein Werkzeug, das aus der Gruppe den Stromkreis vorschlägt und die Positionen zählt, statt dass jemand die Liste von Hand ableitet.

Abstimmung dokumentieren

Freigaben zum Schaltkonzept gehören mit Zeitstempel an die Stelle: „Esstisch-Pendel dimmbar, Schalter links neben Durchgang, freigegeben am …“. Ändert der Bauherr später seine Meinung, ist der Nachtrag belegt.

So hilft RaumFaktum 360

Leuchten und Schalter sind Bauteile im Rundgang mit Lichtgruppe; Kopien übernehmen die Gruppe, auf dem Grundriss sind Gruppen farbig sichtbar. Die Elektroplanung schlägt je Raum und Gruppe Stromkreise vor, leitet Schutzorgane und Klemmen ab und zählt Material und Arbeit. Freigaben und Kommentare des Bauherrn sitzen an der Stelle im Panorama und sind zeitgestempelt; der Planungsstand als PDF enthält Positionen und Leuchtenliste.

Einen Rundgang mit Lichtgruppen ansehen: https://360.raumfaktum.de/demo.

RaumFaktum 360

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