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Materialanfrage an den Großhandel: aus der Planung statt aus dem Kopf

Planmenge, Verpackungseinheit, Reserve, Artikelnummer: Was eine Anfrageliste braucht, damit der Großhändler ein brauchbares Angebot zurückschickt.

Die Anfrage an den Großhandel entscheidet mit über die Marge. Wer fünfzehn Positionen per Telefon durchgibt, bekommt ein Angebot mit fünfzehn Positionen und vergisst die Dosen, die Klemmen und den Kanal. Wer eine vollständige Liste schickt, bekommt Preise für alles und kann vergleichen.

Planmenge und Bestellvorschlag trennen

Die Planung liefert exakte Mengen: 963 Meter Leitung, 69 Unterputzdosen, 39 Doppelsteckdosen. Bestellt wird anders. Leitung kommt in Ringen zu 50 oder 100 Metern, Dosen im Karton, Klemmen in Packungen. Eine gute Anfrageliste zeigt beide Spalten: die Planmenge als Beleg und den Bestellvorschlag, der auf Verpackungseinheiten gerundet ist und Reserve enthält. Zehn Prozent Verschnitt bei Leitungen und zwei Stück Reserve bei Schutzschaltern sind üblich.

Artikelnummern, wo Sie sie kennen

Hat der Großhändler zu einem Schalterprogramm schon einmal angeboten, nehmen Sie seine Artikelnummern in die Liste. Das beschleunigt die Bearbeitung und verhindert, dass ein anderes Programm angeboten wird. Positionen ohne Nummer markieren Sie mit „bitte anbieten“ und beschreiben sie eindeutig: Doppelsteckdose im gleichen Programm, Gerätedose 68 Millimeter tief, Kabelkanal 30 mal 30 mit Deckel.

Gruppen statt Zufall

Ordnen Sie die Liste nach Gruppen, wie der Großhandel denkt:

  • Schalterprogramm mit Einsätzen, Wippen, Rahmen,
  • Dosen und Klemmen,
  • Leitungen nach Querschnitt,
  • Aufputzmaterial für Keller und Technikräume,
  • Unterputz-Nebenmaterial wie Gips und Schellen,
  • Verteilungen mit Gehäuse, Schutzschaltern, Klemmen,
  • Zählerschrank als eigene Anfrage nach TAB des Netzbetreibers.

Nennen Sie auch, was Sie noch nicht wissen, und bitten Sie um Vorschlag: Kanalmaß, Dosentiefe, Ausschalter oder Wechselschalter als Alternative.

Optionen mit anfragen

Leuchten, die der Bauherr noch nicht entschieden hat, gehören als Option ans Ende: je Stück und für alle Auslässe gerechnet. So haben Sie den Preis parat, wenn die Entscheidung fällt, und der Großhändler sieht das Volumen.

Nach dem Angebot

Die Preise des Großhändlers sollten nicht sofort in den Katalog wandern, wenn das Kundenangebot schon draußen ist. Für die interne Materialliste sind sie richtig, für das Angebot gelten die kalkulierten Werte. Erst wenn Sie das Schalterprogramm dauerhaft verwenden, lohnt es sich, Lieferant und Artikelnummern im Katalog zu hinterlegen, damit künftige Kalkulationen mit Ihren Einkaufspreisen rechnen.

So hilft RaumFaktum 360

Aus den gesetzten Bauteilen entsteht die Materialliste mit Planmengen je Position und Raum; Lieferanten und Artikelnummern lassen sich im Firmenkatalog hinterlegen, DATANORM-Preislisten werden eingelesen. Eine Anfrageliste an den Großhändler mit Bestellvorschlag und offenen Positionen leiten Sie daraus ab, ohne die Positionen ein zweites Mal zu zählen. Wer HERO nutzt, kann den dortigen Artikelstamm mit Einkaufspreisen importieren.

Die Materialliste eines Demo-Projekts ansehen: https://360.raumfaktum.de/demo.

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