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KNX-Planung übergeben: Gruppenadressen aus der Raumplanung statt aus der Tabelle

Zwischen Raumplanung und ETS liegt normalerweise eine Excel-Tabelle. Wie Gruppenadressen, physikalische Adressen und Geräteliste aus dem abgeleitet werden, was im Raum geplant ist.

Wer KNX-Anlagen plant, kennt die Lücke zwischen Planung und Programmierung. Im Raum steht fest: sechs Spots als Lichtgruppe, dimmbar, drei Rollläden, eine Heizungsregelung. In der ETS muss daraus eine Topologie mit Linien, physikalische Adressen für jedes Gerät und ein Gruppenadressschema werden. Dazwischen liegt in den meisten Betrieben eine Tabelle, die von Hand gepflegt wird und bei jeder Änderung veraltet.

Was die Raumplanung schon weiß

Wenn Bauteile mit Ausführung im Rundgang gesetzt sind, ist der größte Teil der Information vorhanden:

  • Jede Lichtgruppe mit Schaltart (schalten, dimmen, DALI) und Raum
  • Jeder Rollladen mit Motorzahl
  • Jeder Heizkreis mit Raum
  • Jeder Taster mit Anzahl der Wippen
  • Zu welcher Verteilung und welchem Stromkreis ein Punkt gehört

Das ist genau die Information, aus der ein Gruppenadressschema entsteht. Es gibt keinen Grund, sie ein zweites Mal einzutippen.

Kanäle belegen

Der erste Schritt ist die Kanalbelegung je Verteilung: Welche Lichtgruppe hängt an welchem Kanal welches Aktors, welcher Rollladen an welchem Jalousieaktor. Aus der Anzahl der benötigten Kanäle je Typ ergeben sich die Geräte: ein 8-fach-Schaltaktor, zwei 4-fach-Dimmaktoren, ein 4-fach-Jalousieaktor, ein DALI-Gateway. Eine Automatik verteilt raumweise, von Hand wird korrigiert, wo es sinnvoller ist.

Adressen vergeben

Mit der Kanalbelegung ist die Topologie klar: Hauptlinie im Zählerschrank, je Unterverteilung eine Linie, physikalische Adressen fortlaufend je Linie, Taster und Sensoren auf der Linie ihres Raums. Ein dreistufiges Gruppenadressschema folgt einer Konvention, zum Beispiel Hauptgruppe je Gewerk (Licht, Beschattung, Heizung), Mittelgruppe je Raum, Untergruppe je Objekt mit passendem Datenpunkttyp: Schalten 1.001, Dimmen relativ 3.007, Rückmeldung, Wert, Position. Wer das einmal als Regel hinterlegt, bekommt für jedes Projekt ein konsistentes Schema.

Übergabe an die ETS

Die ETS importiert Gruppenadressen als CSV oder XML, mit Name, Adresse, Beschreibung und Datenpunkttyp. Eine Geräteliste mit physikalischen Adressen und Aktortypen ergänzt die Vorbereitung. Was in der ETS dann noch zu tun bleibt, ist das, was nur dort geht: Applikationsprogramme wählen, Parameter setzen, Kommunikationsobjekte verbinden. Das Adressgerüst steht.

Klemmenplan für den Schaltschrankbauer

Aus derselben Kanalbelegung folgt der Klemmenplan: Reihenklemmen je Stromkreis, Aktorausgänge mit Ziel und Leitungstyp, Reserven. Der Schaltschrankbauer bekommt eine Liste, die zur Planung im Raum passt, nicht eine, die vor drei Änderungen aktuell war.

So hilft RaumFaktum 360

RaumFaktum 360 leitet aus den gesetzten Bauteilen die Kanalbedarfe je Verteilung ab, schlägt Aktoren vor, belegt Kanäle automatisch oder manuell, vergibt Linien und physikalische Adressen und erzeugt dreistufige Gruppenadressen mit Datenpunkttypen. Exporte: Gruppenadressen als CSV für die ETS, Geräteliste, Klemmenplan und ein KNX-Projekt-PDF. Alles sehen nur Firmenmitglieder.

Ansehen im Musterprojekt unter Elektroplanung → KNX: Demo starten.

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